Mit Bildung in die Zukunft

23. März 2026 | von

In aller Welt hilft die Caritas Antoniana dank der vielen Spenden, die über das Paduaner Hilfswerk gesammelt werden können. Unsere Berichte zeigen Monat für Monat, welchen Unterschied wir mit unserer finanziellen Unterstützung in der Welt und für ganz konkrete Menschen in ihren Nöten machen können. 

Das Bistum Ambanja, im September 1955 als solches errichtet, wird derzeit von Donatien Francis Randriamalala, Jahrgang 1971, geleitet. Er gehört zur Ordensgemeinschaft der Salettiner (MS) und trägt nun als Bischof in Madagaskar, seinem Heimatland, Verantwortung für knapp 200.000 Katholiken in seiner Diözese. Deren Anteil an der Gesamtbevölkerung liegt auf dem Bistumsgebiet bei sieben Prozent. Für das Projekt Nr. 7683 in Andranovelona, einem auf über 1.500 Metern Höhe gelegenen Ort, ist er zwar nicht direkt verantwortlich. Aber wenn Projektpartner P. Erick nach ­Padua schreibt, um Zwischenberichte abzuliefern, wird deutlich, dass auch der Bischof mit darauf schaut, dass das Projekt zügig voranschreitet. Dennoch musste P. Erick immer wieder von Verzögerungen berichten. Aber der Reihe nach …

Bessere Chancen für Kinder
In Andranovelona ist es um die Schulbildung schlecht bestellt. Der Ort ist keine Ausnahme in Madagaskar: Die Analphabeten-Rate in dem 32-Millionen-Einwohner-Land wird auf etwa 20-25 Prozent geschätzt. Die Kirche will dagegen etwas tun und eine kleine Schule mit acht Klassenräumen bauen, damit Kinder in und um Andranovelona endlich richtigen Unterricht erhalten können. 350 Kindern will man auf diese Weise einen besseren Weg in die Zukunft ebnen. 
Doch auch wenn – unter anderem dank der Spendenzusage der Caritas Antoniana über 35.000 Euro – die Finanzierung gesichert ist und die Verantwortlichen ein klares Konzept haben: Immer wieder kommt es zu Verzögerungen, schon vor dem eigentlichen Baubeginn. P. Erick berichtet: „Normalerweise hätten die Arbeiten im Juli 2023 gemäß dem mit dem Bauunternehmen vereinbarten Zeitplan beginnen sollen. Leider haben sie erst im September 2023 angefangen. Warum? Das lag vor allem am großen Sanierungsprojekt einer Brücke, das die Regierung Anfang Juni begonnen hat. Wegen dieser Arbeiten war die Straße vorübergehend für den Verkehr gesperrt. Die Baufirma konnte deshalb nicht garantieren, dass die benötigten Materialien pünktlich geliefert werden. Wir mussten also zwei Monate auf die Wiedereröffnung der Straße warten. Das Baumaterial konnte erst im August geliefert werden.“

Schwierigkeiten und Verzögerungen
Nach den Startschwierigkeiten sei es dann aber äußert zügig vorangegangen. Die Baufirma hätte großes Interesse gehabt, die Verzögerung wieder aufzuholen. Dem sollte aber nicht so sein. Denn: „Dann hat der Beginn der Regenzeit auch den Zeitplan für die Fertigstellung der Arbeiten beeinflusst. Unsere Region ist nämlich noch ziemlich bewaldet und hat daher hohe Niederschlagsmengen. Die anhaltenden sintflutartigen Regenfälle haben die Baustelle lahmgelegt. Das Unternehmen war gezwungen, den Bau für einen längeren Zeitraum zu unterbrechen. Sobald der Regen aufgehört hat, konnten die Arbeiter aber wieder loslegen. So haben sie die Decke des ersten Stockwerks erfolgreich fertiggestellt.“
Kaum ist jedoch diese Arbeit erledigt, berichtet P. Erick von einem Wirbelsturm, erneuten Überflutungen von Straßen und damit verbundenen Lieferschwierigkeiten. Doch im November 2024 schreibt er dann stolz nach Padua: „Im Baufortschritt liegen wir jetzt bei 80 Prozent. Auch wenn die Klassenzimmer noch nicht alle fertig sind, die im Erdgeschoss werden von den Schülern schon genutzt. So können sie nun auch während der Regenzeit zum Unterricht kommen. Eine echte Verbesserung zu früher!“

Dankbarkeit für die Hilfe
Vor einem Jahr – im März 2025 – können die Arbeiten dann endgültig abgeschlossen werden. Die dem hl. Antonius gewidmete Schule ist funktionsfähig. Und was kann es dann Schöneres geben, als die Kinder zu Wort kommen zu lassen, die nun vom geregelten Unterricht profitieren? 
●    „Ich heiße Felana und bin ein Junge, der jetzt die 2. Klasse besucht. Ich lerne gerne lesen und schreiben. Ich habe viel Spaß mit meinen Klassenkameraden und wir sind alle froh, hier in der Schule zu sein. Ich möchte euch 1.000 Mal für eure Hilfe danken. Ich verspreche, mich anzustrengen und am Ende des Schuljahres gute Ergebnisse zu erzielen. Danke und möge Jesus euch immer segnen.“ 
●    „Mein Name ist Anjatiaina. Ich bin sieben Jahre alt. Ich denke oft darüber nach, wie viel Glück ich habe. Ich denke an die Menschen, die den Bau unserer Schule ermöglicht haben. Ich sitze nicht mehr auf dem Boden, jetzt haben wir Stühle und Tische. Ich gebe mir große Mühe, dieses Jahr erfolgreich zu sein, denn auch meine Mama und mein Papa geben sich große Mühe für mich. Danke an die Leute, die unsere Schule gebaut haben!“
●    Ich bin 8 Jahre alt und heiße Sambatra und zusammen mit all meinen Klassenkameraden möchten wir uns bei allen bedanken, die sich um uns kümmern. Unsere Schule ist solide und die Klasse ist groß, alle Schüler sitzen auf Stühlen. Auch mein Bruder kann zur Schule kommen, dann müssen wir lernen, unseren Eltern zu helfen.
Mit diesen Stimmen, die stellvertretend für alle anderen sprechen, die gerade und in Zukunft von der neuen Schule profitieren, sei allen Unterstützern und Wohltäterinnen ein aufrichtiger Dank gesagt: Vergelt’s Gott! 

Zuletzt aktualisiert: 23. März 2026
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