Ostern ist die Zukunft des Menschen. Hier wird er wieder der Mensch, wie er geplant war. (August Everding, 1928-1999)
Tatjana Aleksejeva / Getty Images

Irgendetwas stimmt nicht. Auf der Titelseite passt etwas nicht. Wahrscheinlich ist es Ihnen sofort ins Auge gesprungen: Unser Sendboten-Logo ist in diesem Monat auf der falschen Seite. Und wenn Sie auch schon einen Blick in das Inhaltsverzeichnis geworfen haben, haben Sie bemerkt, dass Beiträge von Autoren wie Josef Imbach oder Polykarp Götz, die eigentlich immer ihre feste Seitenzahl im Heft haben, in dieser Ausgabe an anderer Stelle zu finden sind, oder dass die Reihe zu den vatikanischen Behörden gar komplett unterbrochen wurde. Der Grund ist relativ einfach: Wir wollten der Jahresbilanz der Caritas Antoniana im Heft einen breiten Raum geben. Mich beeindruckt es Jahr für Jahr, die Projekte der Reihe nach durchzugehen, zu entdecken, wo wir dank so vieler Spenden mit unserem Hilfswerk überall helfen können – und wie wir damit das ganz konkrete Leben von Menschen wirklich verbessern können. Da kommt für Menschen, die sonst eher benachteiligt sind oder auf der Schattenseite des Lebens stehen wieder etwas ins Lot. Es gibt Hoffnung, die aus mehr besteht als nur aus Worten und Versprechungen. Da wird für Schulbildung gesorgt, medizinische Hilfe kommt oder es wird ein Brunnen gebohrt: spürbare Verbesserungen! Und mit der Bilanz darf ich im Namen der Paduaner Caritas allen noch einmal danken, die uns in diesem Auftrag großzügig unterstützen.
Dass unser Logo auf der Titelseite, um der Fahne des Auferstandenen – übrigens ein Werk von Giotto in der Scrovegni-Kapelle in Padua – nicht im Weg zu sein, auf die andere Seite geschoben ist: Das hat mich auch an den Grabstein Jesu denken lassen. Der ist ja am Ostermorgen auch plötzlich auf die andere Seite gewälzt und gibt das neue Leben frei. Die Verheißung Jesu hat sich erfüllt: Der Tod hat nicht das letzte Wort. Auch das ist eine sehr konkrete Zusage, und für seine Jüngerinnen und Jünger eine bewegende Erfahrung. Mögen die Ostertage auch für uns zu einer solchen Erfahrung werden. Die Osterbotschaft gilt auch für uns: Der Herr ist auferstanden! Und das schenkt neue Perspektive, das gibt neuen Lebensmut in aller Verworrenheit und Mühsal.

Dass Sie das im Alltag reichlich entdecken mögen, wünscht Ihnen Ihr Br. Andreas

Zuletzt aktualisiert: 01. April 2026
Kommentar