05. Januar 2026

Liebe Leserinnen und Leser Januar 2026

Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen. (Matthäus 2,2)
Agata Sobczyk / stock.adobe.com

Liebe Leserinnen und Leser!

Diese Zeilen schreibe ich Ihnen aus Kenia. Ich bin gerade hier in Ostafrika, um für unsere Brüder in der hiesigen Provinz eine Fortbildung zu halten. Wenn ich auf das Titelbild dieser ersten Ausgabe des Jahres 2026 blicke, dann fällt es mir etwas schwer, etwas zu Papier zu bringen. Denn der Schneemann steht in einigem Kontrast zum Klima, in dem ich mich hier gerade bewege: Ich bin mit T-Shirt unterwegs, es ist angenehm warm – und die Brüder erzählen mir, dass das Wetter in Kenia wohl das ganze Jahr über mehr als angenehm ist: nie zu heiß und nie zu kalt. Weder braucht es Klimaanlagen in den Häusern, noch Heizungen. Draußen der Garten, auf den ich von meinem Fenster aus blicken kann, steht in saftigem Grün. 
Um den Bogen zu spannen, denke ich an meinen eigenen Sommer im letzten Jahr zurück – und an mein alljährliches Ritual. Im Juli oder August kaufe ich mir immer den Kalender für das neue Jahr. Das ist meist der Punkt im Jahr, wo ich das Gefühl habe, die Zeit würde mir davonlaufen, oder wo ich erkenne, dass ich einfach zu viele Termine im Kalender habe. Nächstes Jahr, so ist dann stets mein fester Vorsatz, wird das alles besser werden! Und mit viel Vorsicht lege ich die ersten Termine fest und schreibe sie feierlich in den noch ganz unverbrauchten Kalender. Freilich dauert es nicht allzu lange, bis ich merke: Auch das neue Jahr ist schon reichlich verplant – mehr Verpflichtungen als mir lieb sind. Dann hilft manchmal nur, auf den Sommer zu hoffen, wenn ich wieder mit reichlich Zurückhaltung den Kalender für das nächste Jahr auszufüllen beginne … 
Es scheint wie ein ewiger Kreislauf, in dem die Zeit mehr und mehr verfliegt. Doch Schicksalsschläge, von denen in den letzten Monaten einige mit mir verbundene Menschen getroffen wurden, machen mir deutlich: So selbstverständlich ist das alles nicht. Immerzu ein neues Jahr – das ist kein Automatismus. Umso mehr wünsche ich Ihnen und Ihren Familien, dass Sie gut in dieses Jahr 2026 starten, dass es Ihnen viel Gutes bringen möge – und dass es uns allen gelingt, die Herausforderungen, die uns zweifelsohne erwarten, mutig anzupacken. Dass über allem Gottes Segen liegt, darauf dürfen wir als seine Kinder fest vertrauen! Herzlich grüßt Sie Ihr br. Andreas
 

Zuletzt aktualisiert: 05. Januar 2026
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