Maria, du trägst Jesus auf deinen Armen, das segnende Kind, das doch der Herr der Welt ist. So bist du, den Segnenden tragend, selbst zum Segen geworden. Bitte für uns Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen
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Liebe Leserinnen und Leser!

Mein Favorit für das Sommer-Titelbild wäre ein Junge mit einem ganzen Bündel voll Luftballons gewesen. Bei denen, die ich um Rat für eine Entscheidung gefragt habe, haben sich dann aber die durchgesetzt, die Freude am italienischen Flair haben. Nun erfreut uns das barfuß tänzelnde Mädchen mit seiner sommerlichen Leichtigkeit. Mich hat dieses Bild zurückdenken lassen an einen Zwischenstopp in Siena vor zwei Jahren auf dem Rückweg von einer Italienreise mit Jugendlichen. Auf einer großen Piazza sind auch meine Jugendlichen ausgelassen ­herumgetanzt, sich gegenseitig mit akrobatischen Verrenkungen überbietend. Da muss sich in einem ja förmlich der Gedanke regen: Wäre es nicht schön, auch noch einmal jung zu sein? So frei und unbeschwert, bisweilen so begeistert und überschwänglich, weit weg von den Beschwernissen, die sich im Lauf der Zeit zu den Lebensjahren gesellen … Mir erscheint diese Sehnsucht sehr verständlich. Und ich würde lügen, wenn ich behauptete, die Sehnsucht, noch einmal jung zu sein, wäre mir fremd. 
Andererseits denke ich oft an einen unserer älteren, mittlerweile verstorbenen Brüder zurück. Wenn wir von den gegenwärtigen Krisen der Welt gesprochen haben, von all den Herausforderungen und immer schnelleren Veränderungen, kommentierte er regelmäßig mit spürbarer Erleichterung: „Bin ich froh, dass ich schon so alt bin!“ – Jede Lebensphase hat wohl ihren eigenen kostbaren Wert. Hermann Hesses Worte in seinem Gedicht „Stufen“ dürfen ganz gewiss bleibende Gültigkeit beanspruchen: „Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, / An keinem wie an einer Heimat hängen, / Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, / Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.“ – Ich bin keine 16 mehr und auch keine 25, es wird der Tag kommen, da ich mein Alter auch nicht mehr mit 42 angeben kann. Aber am Leben darf ich mich dennoch freuen: „Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden“. Und ich wünsche Ihnen gerade in den beiden Sommermonaten Juli und August immer wieder Gründe, sich am Leben zu erfreuen. Wenn Sie verreisen, wünsche ich Ihnen eine sichere Reise und schöne Erfahrungen! 
Herzlich grüßt Sie Ihr

Br. Andreas

Zuletzt aktualisiert: 01. Juli 2026
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